Global Agenda Index 2018

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Politico: European Elections 2019

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Wachstum 2015

Wachstum 2015


25 Jahre nach dem Fall der Mauer und dem Niedergang des Sozialismus in Europa und mehr als sechs Jahre nach dem Lehmann-Kollaps und seinen Folgen für die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise haben sich viele Unternehmen und insbesondere Banken nicht wesentlich von dem mit der Krise einhergehenden Vertrauensverlust erholt. Dennoch steht die Wirtschaft in Deutschland, Österreich oder auch der Schweiz viel besser da, als in vielen der europäischen Nachbarstaaten.


Doch die relativ gute Lage ist keine Naturkonstante. Neben manchen sinnvollen Regulierungen, z. B. auf den Finanzmärkten, hat der ertrauensverlust in die Wirtschaft auch dazu geführt, dass vielerorts wieder mehr auf die Wirkung staatlicher Steuerung gehofft wird. So wurden in Deutschland seit dem Antritt der großen Koalition Ende 2013 mit dem Mindestlohn, der Rente mit 63 oder der Mütterrente etliche wirtschafts- und sozialpolitische Reformen umgesetzt, die zwar gut gemeint sind, mittel- bis langfristig aber die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland gefährden. Und auch in Österreich ist der Reformwille spürbar erlahmt. Auf Strukturreformen zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts wartet die österreichische Bevölkerung seit langem vergebens. So bleiben Wachstums- und Wohlstandschancen ungenutzt.


Wachstum 2015 bietet einen ungewohnten Blick auf die Volkswirtschaft: Ausgangspunkt – wie schon beim Vorgänger-Band aus dem Jahr 2010 – ist die Frage nach den Impulsen. Ob mit Geld gearbeitet wird, ist aus Sicht der Herausgeber zunächst einmal eine Frage des Vertrauens in die Zukunft. Welche Signale empfangen diejenigen, die als Kunden oder Investoren täglich oder quartalsweise darüber entscheiden, wie sie mit ihrem Kapital umgehen wollen? Dass Märkte auf Signale reagieren, ist ein alter Hut, aber bislang wurde zu wenig auf den Einfluss geachtet, den die Medien in diesem Kontext haben. Deshalb steht nicht nur am Anfang von Wachstum 2015 eine ausführliche Darstellung dieses Sentiments. Daniel Kahneman erhielt 2002 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften, weil er als erster diesen Wirkungsmechanismen Aufmerksamkeit schenkte. Und 2013 doppelte das Nobelpreis-Komitee mit der Auszeichnung von Robert J. Shiller nach. Die Details der Medienwirkungs-Analysen faszinieren offensichtlich – hoffentlich auch die Leser dieses Buches.


Roland Schatz & Tobias Thomas

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